Gruppendiskussion

Klassiker der Marktforschung, der insbesondere wegen der Flexibilität, Anschaulichkeit und Alltagsnähe geschätzt wird.

„Jahrzehntelang galt die Gruppendiskussion im Rahmen qualitativer Marktforschung und Konsumforschung als die führende Forschungsmethode. Sie gilt als der Allrounder, mit dem sich ein großes Spektrum an Fragestellungen analysieren lässt.

Vorteile einer Gruppendiskussion

  • Anschaulichkeit, welche Kunden Einblicke in den Forschungsprozess erlaubt, um zum Beispiel die eigentliche Zielgruppe und für sie typische Denk- und Diskussionsmuster offen zu legen,
  • Alltagsnähe, indem sie Befragten einen Raum schafft, sich jenseits eines künstlichen Frage & Antwort-Spiels in eigenen Worten auszudrücken und miteinander zu unterhalten,
  • Flexibilität der Befragung, welche es ermöglicht, im laufenden Prozess auf interessante Aspekte einzugehen, neu aufkommende Fragen und emotionalisierende Aspekte zu berücksichtigen und
  • Effizienz, in relativ kurzer Zeit deutlich mehr Antworten zu einer Frage von mehr Befragten bekommen zu können als dies im Rahmen von Einzelbefragungen möglich wäre

  • Unbehagen an Gruppendiskussionen existieren unter anderem weil es einen großen, in der Literatur gleichzeitig kaum reflektierten Bruch zwischen dem Auftreten eines Moderators in der Praxis und den Ansprüchen an eine gute Moderation in der Theorie gibt.“

Thomas Kühn und Kay Koschel, in: planung&analyse 2/2013